Was Sie über Norderney wissen sollten

Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln in der Nordsee, die dem Festland des Landes Niedersachsen zwischen der Ems- und Wesermündung in der Deutschen Bucht vorgelagert sind. Mit einer Fläche von 26,29 Quadratkilometern ist Norderney nach Borkum die zweitgrößte Insel dieser Inselgruppe. Mehrere Bereiche in der Inselmitte sowie der gesamte östliche Teil Norderneys, insgesamt 85 Prozent der Inselfläche, gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
Norderney ist mit 5919 Einwohnern die der Bevölkerung nach größte Gemeinde der Ostfriesischen Inseln. Die im westlichen Teil gelegene Stadt heißt ebenfalls Norderney und ist im Vergleich die städtischste der sieben ostfriesischen Inselgemeinden.

Norderney besitzt einen eigenen kleinen Flugplatz und einen 9-Loch Golfplatz.

Das Norderneyer Klima

Die Insel Norderney liegt im Bereich des gemäßigten, sommerkühlen und vom Golfstrom beeinflussten Seeklimas und damit im direkten Einfluss der Nordsee. Bei geringen Temperaturschwankungen herrscht hohe Luftfeuchtigkeit. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen im Sommer unterhalb und im Winter oberhalb der auf dem Festland gemessenen Werte. In der Gesamtheit wird das Norderneyer Klima durch den vorherrschenden Wind aus Süd und Südwest geprägt, der durch Tiefdruckgebiete über Island und Grönland entsteht.

Im Frühling liegen die Temperaturen zwischen ca. 8 und 14 Grad Celsius, im Sommer erreichen wir zwischen 18 und 26 Grad. Vereinzelte Spitzenwerte erreichen auch schon mal die 30 Grad Marke. Im Winter liegen die Temperaturen bei ca. -5 bis +6 Grad.

Staatsbad Norderney

Bereits 1797 beschlossen die ostfriesischen Landstände die Errichtung des 1. Deutschen Nordseebades auf Norderney. Seitdem trugen sich so berühmte Gäste wie Fontane, Heine, Humboldt, und Bismarck in die Besucherliste ein.

Damals wie heute gilt für Besucher und Insulaner das Motto ,, Norderne. Hier will ich sein". Gründe dafür gibt es genug, denn das Flair des Staatsbades, die magische Anziehungs- kraft der Insel, ist bis heute einmalig.

Woher kommt der name Norderney?

Die Insel Norderney entstand aus der älteren, größeren Insel Buise. Sie lag etwa zwischen dem heutigen Juist und dem heutigen Norderney. Überlieferungen zufolge hat die Marcellusflut 1362 diese Insel in zwei Teile zertrennt. Der östliche Teil wurde Osterende genannt. Die Bezeichnung Osterendes für den östlichen Teil war wahrscheinlich weniger ein Insel - als ein Flurname. Zuletzt kann man den selben Namen in der Urkunde aus dem Jahre 1406 lesen. Später hieß Osterende ausschließlich ,, Ny norderoghe" bez. Norderoog oder auch ,,Norder neye oog" ; ein Name, der sich im Laufe des 16.Jahrhunderts schließlich zu ,, Norderney" weiterentwickelte. Der Begriff selbst stammt aus dem Friesischen , einer sprache, die man seit Jahrhunderten nicht mehr auf der Insel spricht. Er bedeutet soviel wie ,, Neue Norder Insel ", d.h. neuentstandene Insel vor dem Ort Norden.

Wann ist Norderney eigentlich vom Land abgebrochen?

Diese Frage wird immer wieder gestellt. Ja, selbst in manchen Schulbüchern liest man, dass die Ostfriesischen Inseln durch Landabbruch entstanden. Das gilt aber nur für die Nordfriesischen Eilande. Die Ostfriesischen Inseln sind Kinder des Windes, der Wellen und des Meeres. Strömungen ließen wahrscheinlich die ersten Sandbänke enstehen. Wind und Wellen taten dann das ihrige, um so eine Sandbank zu verbreitern. Im Schatten kleiner und kleinster hindernisse (wie z.B. Muscheln) bildeten sich die ersten Dünen. So wuchsen die heran. Zwar wurden sie durch Naturkräfte gelegentlich auch zerstört, zerteilt, oder verkleinert, im Ganzen aber blieben sie erhalten.

Zahlen - Daten - Fakten

Länge: 15 Km
Nordseite: 14 Km Sandstrand
Fläche: 26,3 Km²
Einwohner: 5919